Kap der guten Hoffnung



Der 3. Südafrika-Ordner

Schon früh geht es mit dem Bus die Stadt hinaus auf die Küstenstraße Richtung Kap der guten Hoffnung. Vor der Felsformation "Die zwölf Apostel" machen wir Fotostopp noch im Schatten. Hier werden wir von den Touristen aus Asien fotografiert... Ein weiterer Stopp ist auf Chapmans Peak mit Blick auf die Bucht, wo auch Dennis Goldberg wohnt. Herrlicher Sonnenschein, die ersten Robben in der tiefen Ferne. Um den sonntäglichen Touristenströmen etwas zu entgehen, fahren wir bereits vormittags zum Nationalpark Boulders, wo eine Pinguin-Kolonie zuhause ist. Die kleinen Tiere lassen sich von uns nicht stören. Auch ein Klippschliefer ist darunter.

Dann sind wir um 13 Uhr am Parkplatz Kap der guten Hoffnung mit dem Aufstieg zum Leuchtturm. Vorher ging es noch kilometerlang durch den Nauturpark, ein riesiges Naturschutzgebiet. Immer wieder wird groß vor den Pavianen gewarnt, die hier auf dem Parkplatz manche Touristen durch ihre Dreistigkeit verschrecken. Der Aufstieg zum Leuchtturm ist anstrengender als angesagt, man kann aber auch mit der Kabelbahn fahren. Oben ein herrlicher Ausblick auf das Kap und die Klippen. Nach einer kurzen Pause am Parkplatz gehen zwei Drittel der Gruppe den etwa dreiviertenstündigen Weg hinab zum eigentlichen Kap der guten Hoffnung. Der Weg ist sehr gut ausgebaut, liegt in der Sonne und ist gut gehbar. Unterwegs Affen, Antilopen und Klippschliefer - und herrliche Ausblicke! Das letzte Stückchen zum eigentlichen "Punkt" geht sehr steil bergab. Dann werden die Erinnerungsfotos gemacht. Einige Strauße am Wasser ziehen die Touristen an.

Nach einer kurzen Busfahrt machen wir am Strand noch eine Andacht. Erst gegen 17.30 Uhr sind wir wieder im Hotel. Bereits eine Stunde später kommt Dennis Goldberg an, ein Weggefährte von Nelson Mandela, mit dem er 22 Jahre im Gefängnis war. Der Bürgerrechtler kommt mit uns über die derzeitige politische Situation ins Gespräch. Er stellt die großen Leistungen und Entwicklungen des Landes vor, fordert aber auch mehr Engagement für das Gemeinwesen. Ein tiefergehendes Gespräch, das von einem Abendbuffet unterbrochen wird. Als er längst vom Taxi abgeholt ist, sitzen wir immer noch zum Gespräch zusammen.






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[Artikel Nr.2046 vom 12.09.2012, Autor mw]