Walbeobachtung mit Hindernissen



Der zweite Foto-Ordner

Bereits um 6.30 Uhr geht mein Wecker. Ich hatte überhaupt nicht mitbekommen, dass die restlichen acht Koffer die Nacht um 3 Uhr angeliefert worden waren. Reinhard hat seinen aber trotzdem noch nicht geöffnet. In der Badewanne brause ich mit dem zu kurzen Duschschlauch kniend meine Haare… Früh gehe ich zum gewohnt guten Frühstück und dann schnell nach draußen ans Meer. Es ist milder geworden, kein Regen, der Wind ist aber geblieben. Ein schöner Ort, wo die Wellen gegen das Festland schlagen! Die Koffer werden in den Bus gepackt, dann geht es zehn Minuten weiter zur Anlegestelle für das Walbeobachtungsschiff. Bei gutem Wetter gehen wir auf den modernen Katamaran. Erst läuft alles gut, es ist heftiger Wellengang, dann fängt es an zu regnen, und ich gehe nach drinnen. Bald mir wird unwohl, auch draußen, als es längst aufgehört hat zu regnen. Offensichtlich ist dieser schwankende Untergrund nichts für mich. Drei Viertes der zweieinhalbstündigen Fahrt verbringe ich im unteren Bereich und erbreche mich, hoffend, dass die Bootsfahrt bald zu Ende ist! Die anderen sehen tatsächlich springende Wale (was selten ist) oder sehen sie neben dem Boot herschwimmen. Mir ist einfach nur schlecht. Abner einer ganzen Reihe anderer Passagiere geht es ebenso. Schade.

Zurückgekommen fahren wir kurz mit dem Bus in das Dorf, wo ich es schaffe, einen heißen Kakao zu trinken. Das Wetter ist inzwischen aufgeklart, blauer Himmel und Sonne, herrliche Fotos am Strand und an den Klippen. Dann geht es mit dem Bus die Küstenstraße entlang weiter Richtung Kapstadt. Zwischendurch machen wir Halt, um einen ersten Blick auf den Tafelberg zu werfen. Dann geht es in Stellenbosch auf das Weingut Eikendal. Nach einer kurzen Führung durch die Produktion bekommen wir im Conference-Centre fünf Sorten Wein zur Probe eingeschenkt und erklärt, dazu eine Karte, wo wir die Weine in Deutschland bestellen können. Eine herrliche Parklandschaft in der Umgebung. Gegen 17 Uhr kommen wir im Protea-Hotel in Stellenbosch an, wo wir wieder in kleineren Häusern untergebracht werden. Das Haus ist ganz auf Business-Kunden eingerichtet, die mit ihren Wagen vor die Zimmer fahren – und heute ausgebucht. Während ich diese Zeilen schreibe, laufen die Routinearbeiten: Batterien aufladen, Fotos abspeichern, Absprachen usw. Reinhild flickt inzwischen meine zweite Hose… Wlan gibt es nur in der Lobby, das werde ich nach dem Abendessen erledigen – aber nach den Erfahrungen vom Vormittag wird das heute sehr spärlich ausfallen.








Von Hermanus nach Stellenbosch auf einer größeren Karte anzeigen


[Artikel Nr.2044 vom 08.09.2012, Autor mw]