Franz-Josef Mehring (Datei 3608)

Franz-Josef Mehring ist tot



Franz-Josef Mehring ist am Samstagnachmittag, 21. Juli 2012, während der Südafrikareise im Didima-Camp in den Drakensbergen an einem Herzinfarkt gestorben.

Nach dem Frühstück hatte er sich unwohl gefühlt, und wir mussten einen Krankenwagen bestellen. Zusammen mit seiner Frau und Reinhard Lohmeyer ist er dann in das Emmaus-Hospital, etwa 20 Kilometer vor dem Camp, gefahren worden. Dort konnte der Arzt einen Verdacht auf einen Herzinfarkt nicht bestätigen. Da es ihm wieder besser ging, ist er zurück ins Hotel gefahren, um dort auszuruhen. Am Nachmittag wollte seine Frau bei ihm bleiben, aber er wollte sich ausruhen und hat sie gedrängt, das Gruppenprogramm mitzumachen. Als wir dann gegen 17 Uhr wieder im Hotel zurück waren, hat Ulla ihn leblos im Bett liegend gefunden. Reanimierungsversuche waren erfolglos. Der Tod wurde dann offiziell durch einen Sanitäter bestätigt. Wie bei solchen plötzlichen Todesfällen üblich, musste die Polizei eingeschaltet werden, die den Leichnam am Abend zur weiteren Untersuchung abgeholt hat.

Ulla findet in der Gruppe starken Rückhalt und hat sie auch in der Nacht nicht allein gelassen. Einer ihrer Söhne ist unterwegs nach Hilton, um sie von dort nach Hause zu begleiten. In den nächsten Tagen wird geklärt, wie der Leichnam nach Ibbenbüren überführt werden und wann die Beerdigung sein kann.

Am Sonntagmorgen haben wir im Didima-Camp einen Gottesdienst für Franz-Josef gehalten und Eindrücke über ihn zusammen getragen. Wir sind alle erschüttert und sehr traurig. Franz-Josef ist 68 Jahre alt geworden. Viele haben erzählt, wie er immer vorurteilsfrei und ermutigend auf die Menschen zugegangen ist. Das galt für die Arbeit im Kepler-Gymnasium und auch für sein Engagement in der Gemeinde St. Ludwig, wo er in den letzten Monaten u. a. bei der Feier der alternativen Gottesdienste „Heilig Kreuz Impuls“ aktiv und leitend beteiligt war. Er war kompetent, ehrlich und einfühlsam. Wir haben einen guten Freund verloren und fühlen mit Ulla, ihren Kindern und Familien.

Franz-Josef hatte sich sehr auf diese Südafrikareise gefreut. Er ist an einem der schönsten, aber auch abgelegensten Plätzen dieser Reise gestorben…

Wir werden unsere Fahrt fortsetzen. Ulla wird uns am Dienstag verlassen und Franz-Josef mitnehmen. Aber er wird uns auch weiter auf unserer Reise begleiten.


[Artikel Nr.2032 vom 22.07.2012, Autor mw]