Israel 2011: Berg der Seligpreisungen (Datei 3354)

6. Tag: Donnerstag, 7. April 2011



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GPX-Datendatei mit GPS-Daten, die über Google-Earth eingelesen werden können. Damit kann der heutige Streckenverlauf dargestellt werden.



Ich mache es heute schnell, denn das war nicht mein Tag… So gegen 4 Uhr morgens musste ich mich erbrechen – und habe dann auch zur zögerlich getrunken und den ganzen Tag über nichts gegessen. Das schlug auf den Kreislauf und verursachte Kopfschmerzen. Dann hätte ich eben beinahe das Abendessen im Hotel in Arad verschlafen, da das Handy unmotiviert die Zeit gewechselt hat.

Zunächst sind wir am Morgen auf den Berg der Seligpreisungen gefahren und waren die erste Gruppe – bald gefolgt von der größeren Emmaus-Reisen-Gruppe. Anders als wir es auf dem Programm hatten, sollten wir wieder mit der anderen Gruppe die Messe feiern. Das haben wir dann aber doch getrennt: die italienische Ordensschwester gibt Stefan Platz Nr. 4, ich bin Nummer eins. Während der Messe muss ich mich hinsetzen, da mein Kreislauf nicht mitspielt. Nach der Besichtigung der Kirche und des Platzes feiern wir noch einen Geburtstag mit Kuchen, Kerze und Arak. Inzwischen sind kaum noch Wolken zu sehen, die Sonne scheint, es ist sehr warm. Endlich!

Auf der Fahrt zum Toten Meer muss ich mich streckenweise hinten auf die Rückbank legen. Die Fahrt geht teilweise durch die von Israel besetzten Gebiete, aber unseren Touristenbus lässt man natürlich ohne Probleme durchfahren. An einer Tankstelle machen wir eine erste Rast (oder ist es eine Zigarettenpause!?). Gegen Mittag sind wir in Qumran und werden erst mit einem Video in die Geschichte der Ausgrabungsstätte der Essener eingeführt. Dann geht es in der Hitze (es sind in der Sonne nun bestimmt 35 Grad) durch die Anlagen bis zu der Stelle, wo die Höhlen sind, in denen die berühmten Schriftrollen gefunden wurden. Während der kurzen Mittagspause sitze ich im Schatten und warte… Weiter geht es nach Massada, dem nationalen israelischen Symbol für Widerstand („Massada wird nie wieder fallen“, sagen sich die Soldaten bei ihrer Vereidigung hier). Mit einer Luftseilbahn geht es in schneller Fahrt in fünf Minuten auf den Berg. Gott sei Dank gibt es oben noch mehrere Wasserstellen, in den man seine Flaschen nachfüllen kann. Es ist sehr heiß – aber so wollten wir es ja. Überall ein herrlicher Blich auf das Tal, über 400 Meter unter dem Meeresspiegel. Pro Jahr geht der Wasserspiegel um über einen Meter zurück, der See hat sich inzwischen geteilt und wird durch einen Kanal verbunden. Mit der ersten Gruppe gehe ich die Römerrampe hinunter und habe darum noch etwas Zeit, einen Abstecher zu den Zisternen zu machen. Unten sind die meisten kaputt: es war ein sehr schöner, aber auch anstrengender Tag!

Auf dem Weg durch die Negev-Steinwüste herauf nach Arad auf 600 Metern über dem Meeresspiegel machen wir noch an einer Kamel-Karawane Halt. Es dauert keine halbe Stunde, bis wir von Massada im Hotel in Arad sind. Die Zimmervergabe geht schnell, die Koffer werden nach oben gebracht. Kurze Pause. Das Abendessen ist üppig und schmackhaft, auch wenn ich nur eine Kleinigkeit esse und hoffe, dass es drin bleibt. Der Speisesaal ist überfüllt mit Gruppen, es ist sehr laut. Das WLAN-Ticket gilt ohne Zeitbeschränkung – schade, dass ich es nicht ausreichend nutzen kann.


[Artikel Nr.1855 vom 07.04.2011, Autor mw]