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Römer und Gallier zu Besuch im Schnupperlager

Das „Schnupperlager“ von St. Johannes Bosco und St. Ludwig meldete sich diesmal mit sonnigen Grüßen aus dem niederländischen Winterswijk. Für 10 Tage Tage lebten 45 Kinder im Alter zwischen sieben und zehn Jahren mit ihren 15 Betreuerinnen und Betreuern auf einem Ferienhof. Viele der Kinder waren zum ersten Mal länger von zu Hause weg. Es ist das Konzept unserer Ferienfreizeit, jüngere Kinder für zehn Tage an ein Gemeinschaftsleben heran zu führen. Lagerleiter Tobias Bendfeld, der diese Idee neun Jahre zuvor mitentwickelte, fühlte sich bestätigt: „Noch nie waren so viele Kinder mit wie in diesem Jahr. Die Zusammenarbeit mit den Eltern war hervorragend“.

Hier der Bericht aus dem Schnupperlager 2003 in Winterswijk:

Winterswijk03-2 (Datei 555) Das Frühstück um 8.30 Uhr ist für die meisten Kinder schon spät. Länger als das Essen dauert dann das Spülen. Plantschen im Schaum-Wasser macht Spaß – denken die Kinder; das Geschirr muss dabei aber auch sauber werden – wiederholen sich die Gruppenleiter. Überhaupt brauchen gerade die Jüngeren viel Aufmerksamkeit. Ein regelmäßiger „Goldener Putzlappen“ fördert viele „verlorene“ Sachen wieder zu Tage, die in der eigenen Unordnung versunken sind. Dabei haben nicht immer nur die Kinder „Schuld“. Auf die Frage, warum der Koffer nicht zu gehe, musste ein Kind antworten: „Zu Hause hat sich Opa drauf gesetzt…!“.

Winterswijk03-3 (Datei 556) Dann gibt es Spiele. AG’s (Arbeitsgemeinschaften), in denen man zum Beispiel sein T-Shirt anmalen oder auf drei Wiesen Sport treiben kann. Beliebt sind auch die Tanz- und Wellness-AG’s. Vor der Fahrradfahrt zum Bade-See bietet Pastor Martin Weber echt holländische Luft aus dem Kompressor für die platten Reifen an. Die Strand-Olympiade ist für die Kinder ein Höhepunkt wie die Fahrradrallye. Viele spielen aber auch gerne allein oder in Gruppen auf der Wiese oder in den Büschen. Abends sitzt man beim Stockbrotessen am Lagerfeuer. Und manchmal gibt es auch eine Nachtwanderung.

Winterswijk03-4 (Datei 557) Besonderen Spaß hatten Kinder und Betreuer beim „Römer-und-Gallier-Tag“, wo man sich kräftig und phantasievoll verkleiden konnte. Das Mittagessen wurde draußen auf der Wiese nur mit den Händen genossen. Brigitte Niermeyer und Ralf Kohlmeier verarbeiteten als Kochteam für diese Mahlzeit 12 Kilogramm Hähnchen, 8 Kilogramm Kartoffeln, 80 Gemüsespieße und 4 Wassermelonen. Überhaupt wird viel gesessen und getrunken. Die Kinder werden am Ende etwa 240 Liter Milch und 500 Liter Wasser und Säfte verputzt haben.

Winterswijk03-5 (Datei 558) Eine nächtliche Planwagenfahrt Richtung Naturschutzgebiet steht noch aus. In Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Zwillbrock findet eine spannende Erlebniswanderung entlang der Schlinge-Talung in der Bekendelle statt. Ausgerüstet mit Fledermaus-Dekodern wird den Jägern der Nacht nachgespürt.

Winterswijk03-6 (Datei 559) Wenn die Betreuer ihren Gruppen die Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen haben, steht die pädagogische Reflexion des Tages noch aus. Die jungen Erwachsenen, die sich schon lange vor der Ferienfreizeit regelmäßig getroffen haben, opfern dafür ehrenamtlich einen Teil ihrer Freizeit.


[Artikel Nr.280 vom 08.02.2006, Autor li]