Trauerblume (Datei 267)

Mit der Trauer nicht alleine sein

Trauerblume

Trauerblume, blühe!
Du unter Schmerzen geborene,
erinnerungsschwer,
sehnsuchtsfarben,
Geschenk des Abschieds
und Zeichen von Gegenwart.


Deine hart-spitzen Dornen
velierst du nach und nach
und erblühst immer mehr,
verwandelt neu,
dankbar-gelassen,
der Ewigkeit entgegen:
Gott wird dich pflücken,
Trauerblume!
Trauerblume, blühe!


Raimund Heidrich




Gemeinsam trauern ist heilsam

Sie beklagen den Tod eines geliebten Menschen. Nach der Beerdigung und vielen Kontakten, die sich vielleicht in diesem Umfeld ergeben, ist nun der Alltag wieder da.

Was bleibt, ist die Trauer.

Trauer und Traurigkeit sind uns nicht fremd. Sie sind ein Teil unseres Lebens; sie gehören zum Leben wie Freude und Glück. Das Sprichwort „Zeit heilt alle Wunden“ legt die Auffassung nahe, es gäbe bei seelischen Verletzungen und Verlusten so etwas wie eine von selbst wirkende heilende Verjährung.

Doch viele Trauernde sagen: „So einfach geht das nicht.“

Richtig ist daran, dass die Heilung jeder Wunde Zeit braucht und dass in dieser Zeit etwas geschehen muss und geschehen kann durch den Trauernden selbst und mit ihm. Nur wer wirklich trauern darf, wird den schmerzlichen Verlust „auftrauern“ können. Trauer muss erlebt und durchlebt werden. Durch die Trauer findet der Mensch zu neuem Lebensmut.

Die Trauerbewältigung ist ein ganz persönlicher Vorgang: Jedem Menschen muss zugestanden werden, dass er in seiner Art und zu seiner Zeit trauern darf. Dazu gehört Mut. Aber ohne den Mut zur Trauer gibt es keinen neuen Lebensmut.

Trauernde Menschen werden gemieden und mit ihrer Trauer oft allein gelassen.

Wir möchten Sie ermutigen, mit Menschen ins Gespräch zu kom-men, die ähnliche Verluste wie Sie erlebt haben. Wir wollen ein Stück Trauerarbeit miteinander bewältigen und erfahren, was helfen kann, diese Zeit in einen heilsamen Prozess umwandeln.

Gesprächskreis im Alten Kindergarten in St. Ludwig (6-8 Treffen)

Ansprechpartner(innen):

Josef Bendfeld
Tel. 05451-593031

Hella Klausmeyer
Martha Overmeyer
[Artikel Nr.115 vom 08.07.2005, Autor khe]