Hospiz Ibbenbüren

Offener Umgang mit dem Sterben und dem Tod

KAB St. Johannes Bosco hörte Vortrag über das Hospiz Ibbenbüren

Die KAB St. Johannes Bosco hatte zu einer Information über die Hospiz-Bewegung eingeladen. Vorsitzender Gerd Middendorf begrüßte zu dieser Veranstaltung KAB-Mitglieder und interessierte Gemeindemitglieder. Nano Hohenhaus vom Hospizverein Ibbenbüren erläuterte zunächst den Begriff „Hospiz“.

Hospize waren im Mittelalter Herbergen für Reisende, Pilger und Kranke. Heute verstehe man darunter Stätten, in denen schwer kranke Menschen in der letzten Zeit ihres Lebens betreut und begleitet werden.

Die Referentin führte aus, dass „Hospiz“ nicht nur für ein stationäres Haus stehe, sondern auch für die Idee, mitzuhelfen, dass viele Menschen bis zuletzt in vertrauter Umgebung leben und dort begleitet sterben können.

Vor allen Dingen auf Ebene des ambulanten Hospizes arbeite das Hospiz Ibbenbüren. Der Verein bestehe aus etwa 110 ehrenamtlichen Mitgliedern, von denen 30 aktiv mitarbeiten. Menschen aus verschiedenen Berufen hätten sich zusammengefunden, die dazu beitragen möchten, das Kranke in ihrer letzten Lebensphase nicht allein bleiben müssen. Außerdem müsse das Thema Sterben in das Leben einbezogen werden.

Durch Öffentlichkeitsarbeit möchte der Verein zum offenen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer beitragen. Praktisch stelle sich die Arbeit so dar, dass Mitglieder des Vereins den Kranken und den Familien zur Seite stehen, wenn dies gewünscht werde. Der Verein gehe nicht auf die Menschen zu und biete seine Hilfe an, sondern die Begleitung muss von dem Kranken oder seiner Familie gewünscht werden. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen der sterbende Mensch und seine Angehörigen.


[Artikel Nr.517 vom 23.02.2006, Autor KAB-B]