Krippe St. Ludwig 2005 (Datei 737)

Die Krippe in der St. Ludwig-Kirche 2005



Krippe St. Ludwig 2005 (Datei 738)

Krippe St. Ludwig 2005 (Datei 739) Aus einem Text für die Kirchenzeitung (Vor Ort 49/1997):

Jedes Mal, wenn ich an diesem Morgen ins Pfarrbüro komme, erschreckt er mich. Da steht doch links neben der Tür an ungewohnter Stelle ein kleiner Gnom mit einem Stock in der Hand. So, als ob er mir gleich mit knurrigem Ton ein Beinchen stellen wolle. Unwillkürlich mache ich einen Schritt zur Seite und wundere mich, daß er mich noch jedes Mal wieder überraschen kann.

In Wirklichkeit, habe ich mich belehren lassen, ist der meterhohe Gnom ein Hirtenpapa und heißt mit bürgerlichem Name Pielke. Seine Mutter hat ihn überraschend standfest zum Leben geformt und offensichtlich auch die Haarfarbe vererbt. Zusammen mit den Geschöpfen anderer Mütter steht er inzwischen in der Kirche und geht den langen Weg Weihnachten entgegen – sehr zur Freude der Gottesdienstbesucher. Den Kindern haben es insbesondere zwei sie begleitende Schafe angetan, eine liebevolle, kuschelige Mischung zwischen Eisbär und Angorakaninchen. „Hoffentlich werden die nicht weggelaufen!“, bangt die Krippenschar um das nun kirchliche Inventar.

Dem heiligen Franziskus, der die erste Weihnachtskrippe aufgestellt haben soll, sei Dank für die anrührende Wiederbelebung unserer Sinne. Die im buchstäblichem Sinne mitgehende Solidarität der biblischen Randgruppen, die sich gleichsam wie wir modernen Menschen dem wunderbaren Geschehen zu nähern versuchen, bringt alle Jahre wieder ein bemerkenswert tiefes religiöses Erleben einer Wirklichkeit, die sonst im nüchternen Alltag manchmal untergehen zu droht.

Krippe St. Ludwig 2005 (Datei 740)

Krippe St. Ludwig 2005 (Datei 741)

Krippe St. Ludwig 2005 (Datei 742)

Krippe St. Ludwig 2005 (Datei 743)
[Artikel Nr.417 vom 16.01.2006, Autor mw]