Karneval vor Thamm (Datei 530)

Rosenmontagsumzug der KAB St. Johannes Bosco am 7. Februar 2005



Karneval in Langewiese

Priesternotstand ist in Schierloh nicht zu befürchten: Rainer Keller hält sich als Reservist bereit. Den rund 2000 Karnevalisten präsentierte sich der Zeremonienmeister des Rosenmontags der KAB St. Johannes Bosco im Mönchsgewand.

Kellers Brust zierte ein erhabenes Kreuz, erhaben auch seine Rede ans närrische Volk: „Schierloh, Langewiese — Helau! Eure Stimmung ist ja hervorragend. Ihr habt euch wieder viel einfallen lassen. Da läuft nichts schief!“ donnerte der Zugzampano ins Mikrofon, bevor sich die Jeckenprozession in Bewegung setzte. Selten war die Atmosphäre so ausgelassen wie an diesem Rosenmontag, wozu das Bilderbuchwetter beitrug. So wurden die Mühen der Kostümierten und Wagenbauer belohnt.

„Lachen kann man nicht verteuern. Noch nicht“. Textete der Tannenkamp/Langewieser Esch in Anspielung auf Mode gewordenes Abzocken. Der Fichtengrund tat „kund, der Holzmichl geht rund“ — ein besonders uriges Aufgebot. Es gab auch scharfe Kamellen: „Internet macht Hintern fett. www.hasensiedlung.de“

Lalülala — der Löschzug Schierloh war da: „Und sind die Kassen noch so leer, die neue Wache muss 2006 noch her“ lautete ein Motivwagen von Rainer Zedler und allen in Schierloh ansässigen Blauröcken. „Das Besondere ist, dass jeder mitmachen kann und sich die Straßenzüge immer etwas Neues ausdenken. Wir sind noch nicht motorisiert und ziehen unsere Wagen selbst. Alles Handarbeit, das macht Spaß“, freute sich Rainer, der Feurige.

„Westwärts“ zog der Planwagen der Schierloh Ranch“. Den die DJK-Fußballsenioren gebaut hatten. „Unser Stadion kriegt einen eigenen Autobahnanschluss“, behauptete der Armine Frank Vosseberg: „Ibbenbürens Zukunft liegt eben im Westen — hier wird enorm gebaut!“

Nach dem Umzug banden die Jecken im Bosco-Haus den Sack zu. „Ein bisschen eng wird es schon, aber eng ist gemütlich!“ Das fand nicht nur Little Red Adair Zedler.
[Artikel Nr.308 vom 02.01.2007, Autor KAB-B]