Beerdigung Niermann IVZ-Foto (Datei 1656)

Klemens Niermann ist beerdigt



Die Verabschiedung von Pfarrer Klemens Niermann begann am Montag, dem 12. Februar 2007 um 12.30 Uhr in der St.-Mauritius-Kirche. Mehr als 1000 Menschen waren zu dieser beeindruckenden Feier zusammen gekommen. Die Messe dauerte etwa zwei Stunden, die Beerdigung anschließend noch einmal 45 Minuten.



Zu den Fürbitten konnten alle, die mochten, das Wort ergreifen - hier steht Fritz Scholmeyer vor dem Sarg.



(3 Fotos mit freundlicher Genehmigung der Ibbenbürener Volkszeitung)

Beerdigung Niermann Einzug (IVZ-Foto) (Datei 1654) Im Chorraum waren die Seelsorgerinnen und Seelsorger der Stadt (auch zahlreiche evangelische) und der Umgebung versammelt sowie viele weitere Freunde und Mitbrüder. Von der Bistumsleitung war Domkapitular Walter Böcker gekommen; er hatte noch vor einiger Zeit den Krankenhausseelsorger als Patient erlebt. Auch Bürgermeister Heinz Steingröver, der am Schluss der Feier das Wort ergriff, saß hinter dem Altar.

Beerdigung Niermann Predigt (IVZ-Foto) (Datei 1655)

An Stelle einer Predigt ergänzten sich Weggefährten von Klemens Niermann: Hinter dem Altar sitzt Kurskollege Johannes Lammers, am Ambo liest Schwester Michaela aus dem Kondolenzbuch. An dieser Stelle sprachen auch die evangelischen Pfarrer Reinhard Paul und Jürgen Nass, sowie Dechant Martin Weber.

Bild am Sarg von Klemens Niermann (Datei 1636)

Nach der Messe wurde der Sarg in Fußprozession zum Zentralfriedhof geleitet. Während es zu Beginn der Messe noch geregnet hatte, war es auf dem Weg zum Friedhof trocken, auf dem Friedhof selbst schien sogar die Sonne. Die Polizei hatte den Autoverkehr angehalten, so dass die sehr lange Prozession zügig die etwa 500 Meter bis zu den Gräbern gehen konnte. Auf dem Friedhof begrüßte ein Trompetenspieler die Trauergäste.

Auch in Meerane/Sachsen wurde am Montag ein Requiem gefeiert. Dort begannen vor über 50 Jahren die ersten "Ostkontakte" von Klemens Niermann.

Klemens Niermann Zentralfriedhof (Datei 1635)

Klemens Niermann hatte seinen ungewöhnlichen und einfachen Sarg schon seit vielen Jahren in seinem Schlafzimmer stehen. Das Kreuz hatte er selbst gezimmert und angebracht. Im Sarg lag das einfache weiße Gewand, in dem er beerdigt werden wollte.

Geplantes Grab von Klemens Niermann (Datei 1633)

Pastor Niermann wurde neben dem evangelischen Pfarrerehepaar Knebel und Pater Paul Knespl beerdigt auf Grabstelle 683. Dr. Alon Süssholz sprach das Kaddisch, das jüdische "Totengebet". Der türkische Imam Basaran sang am Grab eine Sure; die türkisch-muslimische Gemeinde war mit einer großen Abordnung zur Beerdigung gekommen.

Aufbahrung Niermann Krankenhaus (Datei 1634)

Am Mittwoch und Donnerstag nach seinem Tod (7./8. Februar 2007) war Klemens Niermann in seinem Sarg in der Kapelle des St.-Elisabeth-Krankenhauses aufgebahrt. Zahlreiche Ibbenbürener und Freunde nahmen Abschied und schrieben etwas in das ausgelegte Kondolenzbuch.




[Artikel Nr.789 vom 13.02.2007, Autor mw]